TV 1861 Sinsheim e.V.

Von 1914 bis 1945

1914 bis 1918 - Kriegsjahre

Der langjährige Vorsitzende Julius Schick verstarb am 12. April 1914. Der Verein beteiligte sich geschlossen mit den Fahnen von 1831 und 1886 am Trauerzug.

Mitten in den Vorbereitungen zum Gauturnfest in Neckarsteinach fiel der Beginn des 1. Weltkrieges. Fast alle Turner wurden eingezogen; 52 von ihnen sahen ihre Heimat nicht wieder.

 

1919 bis 1920 - Vereinigung der beiden Turnvereine

Der 01. März 1919 brachte die Vereinigung der beiden Turnvereine (Männerturnverein und Turnverein 1861) unter dem Namen "Turnverein Sinsheim von 1861, vereinigte Turnvereine".

In der Generalversammlung vom 21. Januar 1920 schied der 1. Vorsitzende August Ziegler aus seinem Amte. Sein Nachfolger wurde Emil von Hausen.

Im gleichen Jahr wurde eine Schwimmabteilung geründet.

 

1921 bis 1924 - Einweihung des städtischen Sportplatzes

Am 23. Juli 1921 wurden in Sinsheim die Reichsjugendwettkämpfe ausgetragen.

Am 21. August beteiligte sich der Verein an der Einweihung des städtischen Sportplatzes.

In den Jahren 1922 bis 1924 nahm der Verein mit Einzelturnern und einer Vereinsriege an vielen regionalen Turnfesten teil, so z.B. am Deutschen Turnfest in München im Jahre 1923. Der Chronist berichtet von einem bleibenden Erlebnis.

 

1925 - Schmerzlicher Verlust

Am 08. November 1925 verstarb unerwartet der langjährige, hochverdiente Vereins- und Gauvorsitzende Emil von Hausen.

 

1926 bis 1927 - Handballabteilung

Das 65 jährige Stiftungsfest feierte der Verein im Juni 1926 unter der Leitung des neuen Vorsitzenden Emil Gmelin, der die Nachfolge von Emil von Hausen angetreten hatte. Zum Kreisturnfest nach Offenburg entsandte der Verein eine Riege mit 12 Turnern sowie 3 Einzelkämpfer.

Die im Jahre 1925 gegründete Handballabteilung nahm 1927 ihren Spielbetrieb auf dem neuen Sportplatz im Wiesental auf.

 

1928 bis 1931 - Turneralltag

In diesen Jahren besuchte man unter anderem das Deutsche Turnfest in Köln sowie das Badische Landesturnfest in Mannheim. 120 Teilnehmer, 6 Einzelturner und eine Vereinsriege vertraten den Verein in Mannheim

Im Jahre 1931 feierte der Turnverein das 70 jährige Bestehen. Aus diesem Anlass wurde an Pfingsten das Norbadische Jugendtreffen des X. Turnkreises abgehalten, es kamen 1200 Jugendliche.

 

1932 bis 1933 - Totale Umgestaltung aller Vereine

Am 06. April 1932 schied der 1. Vorsitzende Emil Gmelin aus seinem Amt aus. Friedrich Stoll wurde als 1. Vorstand gewählt, gab jedoch nach kurzer Zeit dieses Amt an Bürgermeister Pahl ab.

Das Jahr 1933 brachte eine totale Umgestaltung aller Vereine. Die gesamte Vorstandschaft erklärte in den ersten Apriltagen 1933 ihren Rücktritt.

Robert Gmelin wurde zum ersten Vorsitzenden bestellt, der als 2. Vorstand Ludwig Dittes berief.

Im August 1933 wählte die Generalversammlung Oberstudiendirektor Friedrich Heiß zum 1. Vorsitzenden.

 

1934 bis 1938 - Einheitssatzungen

Am 07. April 1934 wurden die "Einheitssatzungen" eingeführt, der Sportverein mit dem Turnverein vereinigt und der Name in "Turn- und Sportverein 1961" geändert.

Im Oktober 1935 traf den Verein durch den Tod des Ehrenmitgliedes Emil Gmelin ein schwerer Verlust.

1937 fiel die notwendig gewordene Wahl des ersten Vorsitzenden auf Apotheker Philipp Kullmer, der dieses Amt bis 1945 behielt.

 

1939 bis 1945 - Kriegsjahre

Die 1933 - 1939 schon stark eingeschränkte Vereinstätigkeit kam während des 2. Weltkrieges fast völlig zum Erliegen. Viele Turner sind aus diesem Krieg nicht mehr heimgekehrt.